New York: Alexander Zverev erreicht Achtelfinale der US Open

Zverevs Weg ins Achtelfinale
Alexander Zverev (29) hat das Achtelfinale der US Open erreicht. Der Hamburger gewann sein Drittrundenspiel in New York gegen den Chilenen Alejandro Tabilo (29) mit 6:2, 7:6 (7:2), 6:2. Dieser Sieg erfolgte nach zwei Fünf-Satz-Matches in den vorherigen Runden, wodurch Zverev wertvolle Energie sparen konnte. Er benötigte für die Partie 2:25 Stunden und verwandelte seinen zweiten Matchball um 1:09 Uhr Ortszeit.
Zverev äußerte sich nach dem Match erleichtert: „Mein Coach sagte mir, dass Fünf-Satz-Match nicht heißt, dass man auch fünf Sätze spielen muss. Das wusste ich bislang nicht.“ Er betonte, dass sein Level in die richtige Richtung gehe und er froh sei, in drei Sätzen durch zu sein. In den ersten beiden Spielen hatte er insgesamt zehn Stunden auf dem Platz verbracht, was eine intensive Vorbereitung erforderte.
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Besonders im ersten und dritten Satz zeigte sich Zverev deutlich verbessert. Der erste Satz ging nach nur 38 Minuten an ihn, wobei er kaum Fehler machte und sich auf seinen starken Aufschlag verlassen konnte. Wenn er das erste Service ins Feld brachte, gewann er jeden Punkt. Der zweite Satz war von mehr Höhen und Tiefen geprägt, Zverev verlor zwischenzeitlich die Konzentration und gab ein Break ab, konnte sich aber im Tiebreak durchsetzen. Im dritten Satz sicherte er sich den Sieg nach einem frühen Break zum 4:2.
Herausforderungen und Konkurrenz
Im Achtelfinale trifft Zverev am Montag auf den Italiener Luciano Darderi (24), die Nummer 22 der Setzliste. Bisherige Begegnungen der beiden fanden auf Sand statt, wobei jeder ein Match gewann. Zverev sieht Darderi nicht als großes Hindernis auf seinem Weg zum Finale.
Die Konkurrenz im Turnier lichtet sich weiter. Mit Taylor Fritz (28/USA), einem seiner Angstgegner, und Flavio Cobolli (24/Italien), seinem Kontrahenten aus dem French-Open-Finale, schieden am Samstag zwei weitere Titelanwärter aus. Zuvor waren bereits Félix Auger-Aliassime aus Kanada und Novak Djokovic frühzeitig gescheitert. Auch Jannik Sinner, die Weltranglistenerste, fehlt verletzungsbedingt.
Diese Situation erinnert an die French Open, wo Zverev seinen ersten Grand-Slam-Titel gewann, nachdem viele Favoriten vorzeitig ausgeschieden waren oder verletzungsbedingt fehlten, wie Carlos Alcaraz (23). Zverev gab später zu, sich damals selbst belogen zu haben, indem er vorgab, nur von Spiel zu Spiel zu denken, während ihn das Ausscheiden von Sinner und die Verletzung von Alcaraz nervös gemacht hatten.
Bei den aktuellen US Open ist Alcaraz, die Nummer 3 der Welt, noch im Turnier und gibt sein Comeback. Er könnte Zverev frühestens im Finale begegnen. Alcaraz muss am Sonntag gegen Tommy Paul (29) antreten, der Zverev erst vor drei Wochen in Cincinnati bezwang. In Alcaraz’ Hälfte des Turnierbaums befinden sich zudem der US-Open-Sieger von 2021, Daniil Medvedev (30) aus Russland, und der Amerikaner Ben Shelton (23).
Zverevs Ambitionen und Spielweise
Zverev ist sich seiner Chance bewusst und spürt: „Ich kann hier gewinnen.“ Er betont jedoch, dass er sich auf sein eigenes Spiel konzentrieren muss. „Alcaraz spielt in jedem Match besser und ich habe noch nicht mein bestes Tennis gezeigt. Ich mache Fortschritte, das ist die Hauptsache, aber dafür muss ich die Konzentration auf mich selbst haben.“
Trotz eines Schlägerwurfs an die Wand hinter der Grundlinie zu Beginn des dritten Satzes, der aus Frust über eigene Fehler resultierte, geriet sein Sieg gegen Tabilo nie wirklich in Gefahr. Zverev zeigte sich kämpferisch und nutzte die Erfahrung aus Paris, um ruhig zu bleiben. Er hat in diesem Jahr als einziger männlicher Tennisspieler bei allen vier Grand-Slam-Turnieren mindestens das Achtelfinale erreicht.
Zverev bevorzugt es, abends zu spielen. „Ich will immer abends spielen. Ich komme kaum vor 6 Uhr ins Bett, bin nun mal in diesem Rhythmus. Ich möchte da nicht tagsüber spielen.“ Sein nächstes Match gegen Darderi findet am Montag statt.
Source: bild.de