DFB-Gremien stimmen Klopp-Engagement und Mertesacker-Ernennung zu

Die Gremien des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben dem Engagement von Jürgen Klopp als Bundestrainer zugestimmt. Ebenso wurde die Ernennung von Per Mertesacker zum DFB-Geschäftsführer bewilligt. Diese Entscheidungen erfolgten kurz vor der geplanten Vorstellung von Klopp.
Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG gaben nach dpa-Informationen bei einer digitalen Schalte ihr Einverständnis für den 59-Jährigen als Chefcoach der Fußball-Nationalmannschaft. Kurz darauf wurde auch die Ernennung von Per Mertesacker als Nachfolger von Andreas Rettig, der zum Jahresende ausscheidet, von den Funktionären genehmigt. Wesentliche Personalentscheidungen erfordern die Einwilligung der Funktionäre.
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Klopps Weg zum Bundestrainer
Jürgen Klopp soll in einer Pressekonferenz als Chefcoach der DFB-Elf vorgestellt werden. Seine langjährigen Assistenten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders sowie sein ehemaliger Spieler Sven Bender wurden vom DFB-Gremium als künftige Co-Trainer genehmigt. Klopp tritt die Nachfolge von Julian Nagelsmann an, der nach dem Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der WM in Amerika in der Zwischenrunde sein Amt niederlegte.
Klopps Karriere begann in Mainz, wo er als Spieler bereits wie ein Trainer dachte. Er wurde sensationell nahtlos Trainer der Mannschaft, in der er zuvor gespielt hatte, und führte sie zu einem 1:0 gegen den MSV Duisburg sowie später zum Zweitliga-Klassenerhalt. Er betonte, dass er in vielen Bereichen schon vor seiner offiziellen Trainerrolle eine Führungsfigur war.


Ein ehemaliger Wegbegleiter, Frank, der 1995 ein 4-4-2 spielen ließ, prägte Klopps frühe Trainerphilosophie. Klopp übernahm Franks Methoden, wie das Einrammen von Plastikstreben für Laufwege ohne Ball, und soll sogar erste Ansprachen wortgetreu entliehen haben. Zweimal verpasste er knapp den Bundesliga-Aufstieg mit Mainz.
Erfolge und Trainerphilosophie
Im Jahr 2008 ergab sich für Borussia Dortmund, damals ein Tabellen-13., die Chance, Klopp zu verpflichten. Er traf sich mit Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke. Dies erwies sich als Glücksfall für die Dortmunder Vereinsgeschichte.
Zorc beschrieb Klopp als einen hervorragenden Trainer und Fachmann, der es geschafft habe, eine ganze Stadt positiv zu infizieren. Er hob Klopps Gabe hervor, seine Begeisterung auf andere zu übertragen. Mit seinem sogenannten „Heavy-Metal-Fußball“ führte Klopp den BVB zu zwei Meistertitel und ins Champions-League-Finale 2012 gegen die Bayern, das mit 1:2 endete.


Ein wiederkehrendes Muster in Klopps Karriere ist, dass er nach intensiven Phasen, in denen er alle um sich herum antreibt, eine Pause einlegt und etwas Neues beginnt. Dies wiederholte sich später auch beim FC Liverpool. Nun wird das Amt des Bundestrainers seine nächste Herausforderung sein.
Zorc äußerte sich zuversichtlich über Klopps erfolgreiche Zeit als Bundestrainer, da er Egoismen hintenanstellt und das Leistungsprinzip in den Vordergrund rückt. Christian Heidel, ein Verantwortlicher aus Klopps Mainzer Zeit, betonte, dass Klopp authentisch sei, was seine Arbeit erleichtere.


Die Zustimmung der DFB-Gremien für Jürgen Klopp als Bundestrainer erfolgte nach dpa-Informationen bei ihrer heutigen digitalen Schalte.
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Source: welt.de