Hamburg: HSV erlebt Horror-Heimdebüt mit 0:5-Klatsche gegen Mainz

Heim-Debakel im Volksparkstadion
Der Hamburger SV erlebte ein enttäuschendes Heimdebüt in der Bundesliga-Saison, als er im Volksparkstadion eine deutliche 0:5-Niederlage gegen Mainz 05 hinnehmen musste. Dieses Ergebnis folgt auf eine 0:2-Niederlage im Auftaktspiel gegen Dortmund, was den HSV mit null Punkten und einem Torverhältnis von 0:7 zum Tabellenletzten macht. Es ist der schlechteste Saisonstart in der Geschichte des Vereins in der Bundesliga, der den bisherigen Negativrekord aus der Saison 1973/74 (null Punkte, 0:5 Tore) übertrifft.
Die Mannschaft konnte den Mainzern über die gesamten 90 Minuten hinweg kaum etwas entgegensetzen und kam nicht zu nennenswerten Torchancen. In der ersten Halbzeit blieb der HSV ohne einen einzigen Torschuss, während Mainz bereits zehn Abschlüsse verzeichnen konnte. Die Bilanz der ersten beiden Halbzeiten der Bundesliga-Saison für den HSV zeigt null Tore und null Torschüsse bei 25 gegnerischen Abschlüssen.
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Mainz nutzt Hamburger Fehler
Die Mainzer nutzten die Schwächen des HSV konsequent aus. In der 19. Minute erzielte Sheraldo Becker die Führung für Mainz, nachdem ein Fehlpass von Kapitän Remberg den Ball zu Sano brachte, der Becker in eine aussichtsreiche Position schickte. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Philipp Mwene in der 41. Minute auf 2:0, indem er einen Pass von Becker über die Linie drückte.
Nach dem Seitenwechsel versuchte HSV-Trainer Merlin Polzin, die Offensive mit drei Wechseln zu beleben. Doch nur drei Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Phillip Tietz in der 48. Minute auf 3:0. Obwohl der HSV danach zu einigen Abschlüssen kam, wurden diese nie wirklich gefährlich. Der erste harmlose Versuch nach der Pause kam von Moffi in der 46. Minute.


Phillip Tietz erzielte in der 83. Minute seinen zweiten Treffer und erhöhte auf 4:0. In der Nachspielzeit traf dann auch der ehemalige HSV-Profi Ransford Königsdörffer zum 5:0-Endstand in der 90.+1 Minute. Königsdörffer war im Sommer ablösefrei nach Mainz gewechselt.
Transfer-Offensive ohne sofortige Wirkung
Die deutliche Niederlage ist ein empfindlicher Dämpfer für den Hamburger SV, der wenige Tage zuvor auf dem Transfermarkt aktiv geworden war. Am Deadline-Day wurden drei neue Spieler verpflichtet: Fábio Vieira (26), der für 9 Millionen Euro fest von Arsenal verpflichtet wurde, David Møller Wolfe (24), der ausgeliehen wurde, und Zakaria El Ouahdi (24), für den 8 Millionen Euro gezahlt wurden. Diese prominenten Verpflichtungen erhöhten die Zahl der Zugänge auf zehn.
Vieira, der als großer Hoffnungsträger galt, saß zunächst nur auf der Bank und wurde zur Halbzeit für Nadir eingewechselt. Die neuen Schienenspieler, die für Jatta und Lemke in der Startelf standen, konnten ebenfalls keine entscheidenden Akzente setzen. Die Leistung gegen Mainz zeigte, dass trotz der Investitionen auf dem Transfermarkt noch viel Arbeit vor dem neu formierten Team liegt. Mainz hingegen steht nach zwei Spieltagen mit vier Punkten da und knüpft an die starken Leistungen der Rückrunde unter Trainer Urs Fischer an.
Die HSV-Fans verließen das Stadion nach der deutlichen Niederlage fast fluchtartig.
Source: bild.de