Mannheim: DFB-Pokal-Derby zwischen Waldhof und Kaiserslautern eskaliert

DFB-Pokal: Polizei stürmt Platz – Derby zwischen Lautern und Mannheim eskaliert! - BILD

Eskalation im Südwest-Derby

Das DFB-Pokal-Derby zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern (FCK) wurde von tumultartigen Szenen überschattet, die zu einem Polizeieinsatz auf dem Spielfeld führten. Die Partie, die der FCK in der 120. Minute mit 1:0 nach Verlängerung gewann, stand zeitweise vor einem Abbruch.

Bereits vor dem Anpfiff war die angespannte Atmosphäre spürbar. Aus dem Heimbereich wurden Sitzschalen in Richtung des FCK-Torwarts Julian Krahl geworfen. Schiedsrichter Robert Schröder musste die Begegnung bereits in der dritten Minute unterbrechen, nachdem FCK-Fans Pyrotechnik gezündet hatten und dichter Rauch das Carl-Benz-Stadion erfüllte.

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Der zweite Durchgang begann ebenfalls mit Verzögerung, da erneut Feuerwerkskörper, diesmal aus dem Mannheimer Block, gezündet wurden. Trotz dieser Vorfälle erklärte das Polizeipräsidium Mannheim auf Anfrage, dass der Einsatz rund um das Stadion bis zur Eskalation nach der regulären Spielzeit „positiv“ und „ohne nennenswerte Zwischenfälle“ verlaufen sei.

Polizeieinsatz und Spielunterbrechung

Die Situation eskalierte in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit. Nach einer Rudelbildung der Spieler in der Nähe des Mannheimer Blocks, in deren Mittelpunkt Lautern-Kapitän Marlon Ritter stand, flogen Gegenstände wie Bierbecher und Regenschirme von der Haupttribüne in seine Richtung. Daraufhin wurden Pyroraketen aus dem Lautern-Block auf die Haupttribüne geschossen.

Mannheimer Fans versuchten, das Spielfeld zu stürmen. Schiedsrichter Schröder schickte daraufhin beide Teams in die Kabinen und unterbrach die Partie. Währenddessen flogen mehrere Bengalos aus dem Mannheimer Block bis über den Mittelkreis hinaus und verfehlten einige Lautern-Profis nur knapp.

Plötzlich stürmten mehrere Hundertschaften der Polizei den Rasen. Der komplette Mannheimer Block wurde abgeriegelt. Sogar berittene Polizisten ritten über den Rasen. Ein Bengalo explodierte direkt neben einem der Polizeipferde. Die Polizei setzte anschließend Pfefferspray ein, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Waldhof-Anhänger ließen sich lange nicht beruhigen, und es war unklar, ob das Spiel fortgesetzt werden würde.

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Polizisten stürmten mit Pferden das Spielfeld.(Foto:IMAGO/foto2press) Credit: n-tv.de

Fortsetzung und Entscheidung

Nach einer Unterbrechung verließ die Polizei um 20:29 Uhr das Spielfeld, und das Spiel wurde um 20:38 Uhr fortgesetzt. Waldhof-Kapitän Klünter versuchte, auf die Fans seiner Mannschaft einzuwirken. Hinter dem Mannheimer Tor zeigten sich abgerissene Werbebanden auf dem Boden.

In der Verlängerung übernahm der FCK die Initiative, während die Mannheimer leidenschaftlich verteidigten. Die Entscheidung fiel kurz vor Schluss: Ibrahim Kanaté traf in der 120. Minute aus 20 Metern ins rechte Toreck und sicherte dem FCK den 1:0-Sieg. Die FCK-Fans jubelten, und die Partie wird voraussichtlich noch lange Gesprächsthema bleiben.

Die zweite Runde des DFB-Pokals ist für den 27. und 28. Oktober angesetzt. Die Auslosung findet am 5. September im Rahmen der ARD Sportschau im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund statt. Am kommenden Wochenende kehren beide Teams in den Liga-Alltag zurück. Der FCK spielt am Sonntag bei Erstliga-Absteiger FC St. Pauli, während Waldhof Mannheim beim TSV Havelse antritt.

Source: bild.de

Maximilian Weber ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.

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