Birmingham: Amanal Petros gewinnt Marathon-Gold bei der Leichtathletik-EM

Deutscher Marathon-Triumph bei der Leichtathletik-EM – Gold für Petros - BILD

Petros‘ triumphaler Lauf

Amanal Petros (31) hat bei der Leichtathletik-EM in Birmingham die Goldmedaille im Marathon gewonnen. Er absolvierte die Strecke in 2:09:11 Stunden, was einen neuen EM-Rekord darstellt. Petros lief die letzten 20 Kilometer des Rennens allein an der Spitze, nachdem er seine Verfolger mit einer Tempoverschärfung abgehängt hatte.

Der deutsche Läufer beschrieb das Rennen als den härtesten Marathon seines Lebens. Die Strecke in Birmingham war anspruchsvoll, mit zahlreichen scharfen Kurven und vielen Anstiegen und Abfahrten. Seine Vorbereitung in Kenia, wo er zweieinhalb Monate verbrachte und etwa 200 Kilometer pro Woche lief, zahlte sich aus.

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Petros gewann vor dem Italiener Pietro Riva (2:09:18 Stunden) und Gashau Ayale (2:09:21 Stunden) aus Israel. Samuel Fitwi belegte als zweitbester deutscher Läufer den neunten Platz, während Richard Ringer, der vor vier Jahren in München Gold gewann, Zehnter wurde. In der Teamwertung holte Deutschland Silber.

Herausforderungen vor dem Rennen und taktische Änderungen

Eine große Hürde vor der EM war die Einreise nach England. Petros berichtete von Schwierigkeiten und einer zweitägigen Reise, die durch die erforderliche elektronische Einreisegenehmigung (ETA) für EU-Bürger bei der Einreise nach Großbritannien verursacht wurde. Er kam erst einen Tag vor dem Start in Birmingham an.

Petros ist nach Richard Ringer erst der zweite deutsche Europameister im Marathon. Seine Zeit von 2:04:03 Stunden ist der deutsche Rekord. Die Erfahrung aus einem knappen Fotofinish bei der WM in Tokio vor einem Jahr, bei dem er Zweiter wurde, beeinflusste seine Taktik. Anstatt sich auf einen Endspurt zu verlassen, suchte er die Entscheidung früher im Rennen.

Credit: leichtathletik.de

Ergebnisse der Frauen und Teamwertung

Bei den Frauen siegte die Finnin Alisa Vainio mit einem Start-Ziel-Sieg und stellte ebenfalls einen EM-Rekord von 2:22:26 Stunden auf. Sie lief auf der anspruchsvollen Strecke mit vielen Kurven und Anstiegen. Laura Hottenrott war die beste deutsche Läuferin und belegte den 16. Platz in 2:31:15 Stunden.

Die Ungarin Lili Anna Vindics-Tóth gewann Silber in 2:27:21 Stunden, und Bronze ging an die Britin Abbie Donnelly in 2:27:33 Stunden. In der Teamwertung der Frauen, bei der die drei besten Resultate pro Nation addiert werden, erreichte das deutsche Team den fünften Rang mit einer Gesamtzeit von 7:46:07 Stunden. Die Medaillen in der Teamwertung gewannen Großbritannien (7:26:01 Stunden), Italien (7:28:59 Stunden) und Spanien (7:30:41 Stunden).

Credit: leichtathletik.de

Weitere deutsche Läuferinnen waren Tabea Themann, die mit 2:35:18 Stunden auf Rang 23 landete, Katharina Saathoff auf Rang 32 in 2:39:34 Stunden und Nina Reuter auf Platz 41 in 2:42:34 Stunden. Fabienne Königstein musste das Rennen nach 35 Kilometern aufgeben.

Source: bild.de

Sophie Wagner ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.

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