Kaiserslautern startet mit kuriosem Saisonbeginn in die neue Spielzeit

1. FC Kaiserslautern: Der total kuriose Saisonstart des FCK - BILD

Kaiserslauterns torloser Saisonstart

Der 1. FC Kaiserslautern hat einen ungewöhnlichen Start in die neue Saison hingelegt, indem er auch sein zweites Ligaspiel mit einem 0:0-Unentschieden beendete. Im Derby gegen den Karlsruher SC erkämpften sich die Pfälzer einen Punkt. Bemerkenswert ist, dass bereits die erste Partie der Saison gegen Wolfsburg torlos endete. Für das Spiel gegen den KSC setzte Lautern auf dieselbe Startelf wie schon gegen die Wölfe.

Neuzugänge waren zu Beginn der Partie nicht in der Startformation zu finden. Auch Murphy (22), der von Newcastle United verpflichtet wurde, stand noch nicht im Kader des FCK. Die Begegnung auf dem Rasen entwickelte sich von Beginn an hitzig und war von zahlreichen Nickligkeiten und Schubsern geprägt. Kaiserslautern zeigte sich zunächst als das aktivere Team und konnte ein klares Plus an Torchancen verzeichnen.

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Mit zunehmender Spieldauer fand Karlsruhe jedoch besser ins Spiel. Dabei trugen die Pfälzer selbst dazu bei, da zwei Rückpässe von Elvedi (29) und Kunze (28) beinahe zu einem Rückstand für Lautern geführt hätten. Die erste Hälfte war zudem von einem Schockmoment kurz vor der Pause überschattet.

Verletzung und Vereinsrekord

In der 43. Minute musste Lautern-Star Skyttä (24) nach einem harten Tackling verletzt ausgewechselt werden, nachdem er schmerzhaft am Oberschenkel getroffen wurde. Für ihn kam der Neuzugang Kanaté ins Spiel. Der malische U23-Nationalspieler hatte kurz nach der Pause nach einem Pass von Ritter fast die Führung erzielt, doch ein KSC-Verteidiger konnte den Ball noch vor der Linie klären.

Danach übernahm der KSC die Kontrolle über das Spiel, und der FCK konnte sich nur noch selten befreien. Trotzdem gelang es den Roten Teufeln, das 0:0 bis zum Schlusspfiff zu halten. Dieses Ergebnis bedeutet gleichzeitig einen neuen Vereinsrekord für Kaiserslautern: Die Mannschaft von Trainer Lieberknecht ist nun saisonübergreifend in den letzten vier Pflichtspielen ohne Gegentor geblieben, was es in der Vereinsgeschichte noch nie gegeben hat.

Der Gast aus Karlsruhe reiste mit breiter Brust auf den Betzenberg, da die Badener optimal in die Saison gestartet waren. Sie hatten mit einem 2:1-Erfolg über Arminia Bielefeld bereits drei Punkte gesammelt. Dies war ein guter Start für den neuen Coach Maximilian Senft, der Christian Eichner auf der KSC-Bank abgelöst hat. Ähnlich zufrieden konnte der FCK mit seinem 0:0 bei Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg sein.

Die Zuschauer auf dem Betze waren von Anfang an begeistert, und die Arena war von einer riesigen Stimmung erfüllt. Beide Teams legten mit viel Schwung los, was zu intensiven Zweikämpfen, hohem Tempo und frühen Torabschlüssen führte. Mergim Berisha hatte die erste Gelegenheit für den FCK nach acht Minuten, als sein Schuss im Strafraum geblockt wurde. Drei Minuten zuvor hatte Moritz Broschinski für Karlsruhe eine Torannäherung, die ebenfalls von einem gegnerischen Bein blockiert wurde.

Karlsruhes Lilian Egloff im Zweikampf mit Kaiserslauterns Fabian Kunze
Karlsruhes Lilian Egloff im Zweikampf mit Kaiserslauterns Fabian Kunze Credit: sportschau.de

KSC-Hoffnungsträger und Krahls Paraden

Der ehemalige Bochumer Broschinski, der zur neuen Saison von Basel nach Karlsruhe gewechselt war, gilt im Klub als großer Hoffnungsträger. Schon beim Auftakt gegen Bielefeld traf er zweimal, jeweils nach Vorlagen des Strategen Marvin Wanitzek. Dies könnte sich zu einem effektiven Duo in der 2. Bundesliga entwickeln. Zunächst mussten sich die Karlsruher jedoch einem sehr aggressiv agierenden Heimteam erwehren.

Besonders Marlon Ritter auf der linken Lauterer Seite sorgte mit grenzwertigen Aktionen für Aufregung und brachte schnell zwei Karlsruher Spieler, Lilian Egloff und Deniz Ofli, gegen sich auf. Schiedsrichter Richard Hempel hatte alle Hände voll zu tun, um die Emotionen der Akteure zu kontrollieren. Die Euphorie in Lautern ist groß, da der FCK vor dieser Spielzeit fast 34.000 Dauerkarten verkauft hat und die Fans auf den Aufstieg in die Bundesliga hoffen.

In der 35. Minute mussten die Fans jedoch den Atem anhalten, als Broschinski nach einem Fehler im FCK-Aufbau aus 17 Metern zentral zum Schuss kam, aber an Keeper Julian Krahl scheiterte. Sekunden vor dem Pausenpfiff hatte Broschinski eine weitere Chance aus elf Metern, scheiterte aber erneut an Krahl. Wenig später musste Broschinski angeschlagen ausgewechselt werden.

Der FCK, der sich im ersten Durchgang vor dem gegnerischen Tor zu harmlos gezeigt hatte, versuchte im zweiten Abschnitt, das Tempo zu erhöhen. Doch die nächste große Möglichkeit bot sich dem KSC: Nach einem Rückpass von Jacob Rasmussen lief Rafael Pinto Pedrosa allein auf Krahl zu, doch der Keeper riskierte an der Strafraumgrenze alles und klärte den aufspringenden Ball mit der Brust. Krahl entwickelte sich zunehmend zum großen Rückhalt der Lauterer. In der 67. Minute musste er sich enorm strecken, um einen Fernschuss von Christoph Kobald aus dem rechten Winkel zu fischen.

Kaiserslautern wird am Sonntagmittag beim FC St. Pauli zu Gast sein, während Karlsruhe am Samstagmittag den VfL Wolfsburg empfängt.

Source: bild.de

Sophie Wagner ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.

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