Paris: Liebmann gewinnt EM-Gold mit Weltrekord über 1500 Meter Freistil

Bei der Schwimm-EM in Paris hat Johannes Liebmann die Goldmedaille über 1500 Meter Freistil gewonnen und dabei einen neuen Weltrekord aufgestellt. Der 19-Jährige erreichte eine Zeit von 14:26,79 Minuten, womit er den bisherigen Weltrekord des Amerikaners Bobby Finke aus dem Jahr 2024 deutlich unterbot. Finkes Bestmarke lag bei 14:30,67 Minuten.
Liebmanns Leistung war eine Demonstration der Stärke, bei der er fast 13 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Zalan Sarkany aus Ungarn hatte, der in 14:39,45 Minuten anschlug. Die Bronzemedaille sicherte sich Liebmanns Teamkollege Oliver Klemet mit einer Zeit von 14:40,64 Minuten.
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Liebmanns Dominanz und Reaktionen
Während des gesamten Rennens dominierte Liebmann das Feld und sein Sieg war zu keiner Zeit gefährdet. Er ist der erste Schwimmer, der die 1500 Meter Freistil unter 14:30 Minuten absolvierte. Nach dem Rennen äußerte sich Liebmann im ZDF zu seiner Leistung: „Es war mir von vornherein klar, dass ich schnell schwimmen kann. Das war das Ziel, dass ich mein Ding mache, dass ich das Rennen schnell angehe. Dass es wehtun würde, war auch klar. Aber als ich die Zeit dann gesehen habe – unglaublich.“


Er fügte hinzu, dass er die Leistung kaum in Worte fassen könne, da es sich einerseits wie eine normale Bestzeit anfühle, andererseits aber eine so „heftige Zeit“ sei, bei der er sich frage, ob er sie jemals wieder erreichen könne. Christian Hansmann, DSV-Sportdirektor, zeigte sich ebenfalls begeistert: „Wir haben mit einer Medaille gerechnet, aber in der Manier und mit der Zeit – das war unglaublich!“ Hansmann hob Liebmanns fantastische Entwicklung hervor, die in Elmshorn begann und sich in Magdeburg in einer der weltweit besten Trainingsgruppen fortsetzte.
Weitere Erfolge und Teamleistungen
Für Liebmann ist dies bereits der zweite Titel bei seiner ersten EM in der Eliteklasse auf der Langbahn, nachdem er zuvor auch über 800 Meter Freistil gewonnen hatte. Er hatte sich als Zweiter für das Finale qualifiziert, während Oliver Klemet als Erster ins Finale einzog.
Auch die deutsche Mixed-Staffel über 4×200 Meter Freistil war erfolgreich und gewann eine Silbermedaille. Das Team, bestehend aus Lukas Märtens, Jarno Bäschnitt, Linda Roth und Maya Tobehn, erreichte eine Zeit von 7:25,43 Minuten. Die Goldmedaille ging an die britische Staffel, die einen Vorsprung von 1,3 Sekunden hatte. Die russischen Athleten, die als neutrale Athleten antraten, sicherten sich die Bronzemedaille.


Liebmanns Weg führte ihn mit 16 Jahren von Elmshorn auf das Sportinternat in Magdeburg. Dort trainierte er zunächst unter Stefan Döbler und seit März 2025 bei Bernd Berkhahn in einer Trainingsgruppe, zu der auch Lukas Märtens und Florian Wellbrock gehören. Oliver Klemet, der die Bronzemedaille gewann, ist ebenfalls Teil dieser Gruppe.
Source: bild.de