Braunschweig unterliegt Hertha BSC Berlin nach 2:0-Führung

Turbulentes Spiel in Braunschweig
Eintracht Braunschweig erlebte am Freitagabend eine enttäuschende Heimniederlage gegen Hertha BSC Berlin. Trotz einer 2:0-Führung unterlagen die Niedersachsen den Gästen aus Berlin mit 3:5. Das Spiel, das im Stadion an der Hamburger Straße stattfand, war geprägt von einer dramatischen Wende, die die anfängliche Euphorie der Braunschweiger Fans schnell dämpfte.
Die Partie begann vielversprechend für die Heimmannschaft. Bereits in der 10. Minute brachte Yann Sturm die Eintracht in Führung. Der Neuzugang vom SC Freiburg nutzte einen Fehler in der Berliner Defensive aus, als er Hertha-Verteidiger Niklas Kolbe den Ball abnahm und allein auf das Tor zulief, um eiskalt zum 1:0 zu vollenden. Sturm hatte wenig später sogar die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, verdribbelte sich jedoch nach einem Pass von Maximilian Entrup (27.). Auch Max Marie konnte eine gute Gelegenheit nicht nutzen (29.).
Casino Boni
100% bis zu 500€ + 200 Freispiele
- Willkommenspaket bis zu 1.500€
- 10% wöchentliches Cashback



100% bis zu 750€ + 150 Freispiele
- Bis zu 2.000€ auf die ersten 3 Einzahlungen
- 25% Reload-Bonus jeden Montag



150% bis zu 300€ + 100 Freispiele
- Willkommensbonus bis zu 1.000€
- 50 Freispiele jeden Freitag
Die Führung wurde in der 33. Minute ausgebaut, als Kevin Ehlers nach einer Ecke von Aaron Opoku unbedrängt zum Kopfball kam und den Ball zum 2:0 im Netz unterbrachte. Die Fans der „Löwen“ waren zu diesem Zeitpunkt in Ekstase, und ein souveräner Heimsieg schien in greifbarer Nähe. Ehlers zeigte sich auch defensiv stark, als er in der 35. Minute im eigenen Strafraum gegen Sebastian Grönning rettete.
Herthas schnelle Wende
Die Freude der Braunschweiger währte jedoch nicht lange. Hertha BSC schlug innerhalb weniger Minuten zweimal zu und glich noch vor der Halbzeit aus. In der 44. Minute erzielte Jon Dagur Thorsteinsson den Anschlusstreffer, dessen Schuss unglücklich von Lukas Frenkert abgefälscht wurde. Kurz darauf folgte der Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nach einer eigenen Ecke verlor Braunschweigs Mehmet Aydin den Ball, und Hertha-Kapitän Josip Brekalo nutzte die Gelegenheit, um den Ball aus etwa 40 Metern über den vorgerückten Torwart Ron-Thorben Hoffmann zum 2:2 ins Tor zu zirkeln (45.+4).
Nach dem Seitenwechsel versuchte Braunschweigs Trainer Lars Kornetka, mit zwei frischen Kräften neue Impulse zu setzen. Lino Tempelmann kam für Samuel Di Benedetto und Jan Urbich für Entrup ins Spiel. Diese Wechsel konnten die Dynamik jedoch nicht ändern. Hertha setzte seinen Sturmlauf fort und drehte das Spiel komplett. In der 53. Minute lenkte Kevin Ehlers, der zuvor als Torschütze gefeiert wurde, eine Flanke von Thorsteinsson ins eigene Tor und brachte Hertha mit 2:3 in Führung.
Das Unglück für Braunschweig setzte sich fort. Nach einem Foul von Tempelmann an Kolbe im Strafraum gab es einen Elfmeter für Berlin, den Josip Brekalo in der 69. Minute zum 2:4 verwandelte. Kurz vor Schluss erhöhte Oluwaseun Adewumi in der 87. Minute auf 2:5. Der Anschlusstreffer von Jan Urbich in der 88. Minute zum 3:5 änderte nichts mehr am Ergebnis und der deutlichen Niederlage für die Eintracht.


Reaktionen und Ausblick
Nach dem Spiel zeigte sich Eintracht-Trainer Lars Kornetka enttäuscht. Im Interview nach Abpfiff äußerte er: „Das war ein wildes Spiel. Das war nicht das Gesicht, das wir zeigen wollen. Dass wir in den letzten zwei Spielen neun Gegentore bekommen haben, ist natürlich schlecht.“ Auch Kevin Ehlers kritisierte die defensive Leistung: „Gegen den Ball war das heute gar nichts. Wir bekommen die Gegentore zu einfach. So darf das nicht wieder passieren.“
Für Eintracht Braunschweig war dies die dritte Pflichtspielheimniederlage in Folge. Nach dem beeindruckenden 6:1 zum Liga-Start in Magdeburg folgten eine 0:1-Niederlage gegen den VfL Bochum, ein 2:4 im DFB-Pokal gegen Union Berlin und nun die Niederlage gegen Hertha. Die anfängliche Euphorie in Braunschweig ist schnell einer Ernüchterung gewichen.
Hertha BSC hingegen feiert einen starken Saisonstart mit drei Liga-Siegen in Folge, was seit zehn Jahren nicht mehr der Fall war. Trainer Stefan Leitl hatte vor dem Spiel betont, dass sich sein Team durch die Spielweise und Ergebnisse Selbstvertrauen erarbeitet habe und auf dem Gaspedal bleiben wolle. Die Mannschaft übertrifft damit die Erwartungen, die nach vielen Abgängen zu Beginn der Saison niedrig waren.
Für Eintracht Braunschweig geht es am 6. September mit dem Niedersachsen-Derby weiter, wenn sie um 13:30 Uhr auswärts auf den VfL Osnabrück treffen.


Source: ndr.de