Deutsche Basketballerinnen unterliegen in WM-Generalprobe vor Heim-Weltmeisterschaft

Vorbereitung auf die Heim-WM 2026
Die deutschen Basketballerinnen haben ihre Generalprobe vor der Heim-Weltmeisterschaft 2026 in Berlin verloren. Das Team von Bundestrainer Olaf Lange unterlag der Türkei mit 62:63. Dieses Ergebnis bedeutet, dass die Mannschaft eine Woche vor dem Beginn der Weltmeisterschaft kein zusätzliches Selbstvertrauen sammeln konnte. Bereits die beiden vorherigen Testspiele gegen Spanien und Ungarn endeten mit Niederlagen für Deutschland. Die Weltmeisterschaft beginnt am 4. September, und Deutschland trifft in der Gruppenphase auf Spanien, Japan und Mali.
Die Heim-WM 2026, die vom 4. bis zum 13. September in Berlin stattfindet, ist ein wichtiges Ziel für die deutschen Spielerinnen. Sie streben danach, um Medaillen zu kämpfen und den Frauen-Basketball in Deutschland nachhaltig zu prägen. Eine „sportstudio“-Produktion mit dem Titel „Macherinnen – die neue Ära im Basketball“ begleitet die deutschen Spielerinnen auf ihrem Weg zu diesem Turnier. Dieser Film zeigt ihre Erfahrungen zwischen dem Liga-Alltag und den Anforderungen des Nationalteams.
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Herausforderungen und Abwesenheiten im Team
Im letzten Testspiel vor der Weltmeisterschaft musste Bundestrainer Olaf Lange weiterhin auf drei WNBA-Profis verzichten. Leonie Fiebich befand sich noch in den USA, wo sie zwei weitere Spiele mit den New York Liberty absolvieren sollte. Frieda Bühner und Nyara Sabally waren zwar in Köln in der Halle anwesend, konnten aber nicht am Spiel teilnehmen. Frieda Bühner wird voraussichtlich bald ins Training einsteigen, während bei Nyara Sabally abzuwarten bleibt, wann sie nach ihrer Wadenverletzung wieder einsatzbereit ist. Ihre ältere Schwester Satou Sabally musste die WM aufgrund der Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung absagen.
Trotz dieser Abwesenheiten stand Luisa Geiselsöder, ebenfalls eine WNBA-Spielerin, dem Team seit Beginn der WM-Vorbereitung zur Verfügung und führte die Mannschaft in Köln an. Die beste Werferin für Deutschland gegen die Türkei war Alex Wilke mit 15 Punkten. Die Dokumentation „Macherinnen – die neue Ära im Basketball“ beleuchtet auch die Herausforderungen der Spielerinnen im internationalen Profibasketball und im Nationalteam, einschließlich Tränen, Schweiß und Spielen vor großen Kulissen. Spielerinnen wie Satou Sabally in New York, Frieda Bühner in Madrid und Leonie Fiebich in Valencia werden in der Doku gezeigt.
Spielverlauf und Kampf gegen Ungleichheit
Die deutsche Mannschaft startete vor einer großen Kulisse in der Lanxess Arena nervös in die Partie. Viele Spielerinnen waren es nicht gewohnt, vor so vielen Zuschauern zu spielen, und wirkten anfangs angespannt. Im zweiten Viertel legte sich die Nervosität jedoch, und das deutsche Team gewann an Fahrt. Drei erfolgreiche Dreipunktwürfe in Folge führten zu einer 30:17-Führung. Zur Halbzeit lag Deutschland mit zehn Punkten vorn, der Spielstand betrug 40:30.
Nach der Halbzeitpause verlor die DBB-Auswahl den Faden. Die Offensive funktionierte nicht mehr effektiv, und in der Defensive fehlte die nötige Entschlossenheit. Das dritte Viertel ging mit 7:19 verloren, wodurch Deutschland vor dem Schlussabschnitt mit 47:49 zurücklag. Angetrieben vom Publikum steigerte sich das Team in den letzten zehn Minuten und ging mit 60:53 in Führung. Anschließend schlichen sich jedoch wieder Fehler ein, was das Spiel bis zum Ende spannend hielt. Am Ende fehlte dem deutschen Team das nötige Glück.
Die Dokumentation „Macherinnen – die neue Ära im Basketball“ thematisiert auch den Kampf der Spielerinnen gegen Ungleichheit, Strapazen, Heimatlosigkeit, Vereinzelung und patriarchale Strukturen im Profisport. Die Spielerinnen sprechen über strukturelle Missstände und ihren individuellen Weg, im Rampenlicht zu stehen. Der Film von Thomas Pletzinger und Timon Modersohn, die auch die „sportstudio“-Produktion „The Wagner-Brothers – Zwei Brüder, ein Traum“ realisiert haben, beleuchtet, wie das Frauen-Nationalteam für Teamgeist, Zusammenhalt, Gleichberechtigung und Sichtbarkeit eintritt. Die während der Dreharbeiten verletzte Nationalmannschafts-Kapitänin Marie Gülich ist in der Doku zu sehen, wie sie hinter den Kulissen an ihrer rechtzeitigen Rückkehr ins Team arbeitet. Sie berichtet darüber am Samstag, 29. August 2026, im „aktuellen sportstudio“ im Gespräch mit Moderator Jochen Breyer, ab 22.30 Uhr im ZDF-Streaming-Portal und um 23.30 Uhr im ZDF.
Source: presseportal.zdf.de