Berlin: deutsche Basketballerinnen starten mit deutlicher Niederlage in die Heim-WM

Basketball: Debakel für Deutschland zum Start der Heim-WM

Die deutschen Basketballerinnen haben einen enttäuschenden Start in die Heim-Weltmeisterschaft in Berlin erlebt. Im Auftaktspiel unterlag das Team von Bundestrainer Olaf Lange der Mannschaft aus Spanien mit 53:83 (24:50). Die Niederlage fand vor einer Kulisse von 12.550 Zuschauern in der ausverkauften Uber Arena statt.

Bereits in der ersten Halbzeit geriet die deutsche Mannschaft deutlich in Rückstand. Nach den ersten zehn Minuten stand es 13:24 aus deutscher Sicht. Im zweiten Viertel konnte Spanien seinen Vorsprung weiter ausbauen und führte zur Halbzeit mit 50:24. Die Wurfquote der deutschen Spielerinnen war in dieser Phase gering, nur sieben von 30 Würfen fanden ihr Ziel, darunter zwei von 13 Dreiern. Zudem gewann Spanien das Rebound-Duell in den ersten 20 Minuten mit 23:16.

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Bundestrainer Lange hatte vor dem Spiel bereits die Favoritenrolle Spaniens betont und vor den Gegnerinnen gewarnt. Trotzdem schien die große Kulisse und die damit verbundenen Erwartungen die Gastgeberinnen zu hemmen. Die Spanierinnen hingegen zeigten sich von Beginn an offensivstark und nutzten die Nervosität des deutschen Teams aus.

Verlauf des Spiels und Reaktionen

Im dritten Viertel versuchten die deutschen Spielerinnen, das Spiel zu drehen und erzielten vier Punkte in Folge. Während dieses Viertels musste Leonie Fiebich, die Top-Scorerin des deutschen Teams mit 13 Punkten, kurzzeitig wegen einer Behandlung an der rechten Hand das Feld verlassen, konnte aber wenig später weiterspielen. Trotz dieser Bemühungen lag Deutschland nach 30 Minuten immer noch mit 39:65 zurück.

Im letzten Spielabschnitt versuchten die deutschen Spielerinnen erneut, den Rückstand zu verkürzen, konnten aber nicht mehr entscheidend aufholen. Die Zuschauer blieben jedoch bis zum Schluss in der Halle und unterstützten die Mannschaft trotz der sich abzeichnenden Niederlage. Für Spanien war Awa Fam mit 17 Punkten die beste Werferin.

Nach dem Spiel äußerte sich Bundestrainer Lange zur Leistung seiner Mannschaft: „Sie waren in allen Bereichen deutlich besser.“ Leonie Fiebich betonte die Notwendigkeit, sich schnell auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren: „Wir dürfen es uns nicht erlauben, zu enttäuscht zu sein. Wir müssen uns schon auf Japan morgen fokussieren.“

Ausblick auf die weiteren Spiele

Die Auftaktniederlage setzt das deutsche Team bereits früh in der Gruppenphase unter Druck. Nur die Gruppensiegerinnen qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale, während die Zweit- und Drittplatzierten in den Play-Ins um einen Platz unter den besten Acht kämpfen müssen.

Die weiteren Spiele der deutschen Mannschaft in der Gruppenphase sind am Samstag um 18 Uhr gegen Japan und am Montag um 17.50 Uhr gegen Mali. Das andere Spiel in Gruppe A am Freitag endete mit einem Sieg Japans über Mali mit 102:97. Die Spiele werden live übertragen.

Unter den Zuschauern in der Uber Arena befanden sich auch Bundeskanzler Friedrich Merz und DBB-Präsident Ingo Weiß, die das Spiel aus einer Loge verfolgten. Auch Handball-Legende Stefan Kretzschmar war am Spielfeldrand anwesend.

Die Spanierinnen, die als Vize-Europameisterinnen antraten, zeigten sich von der Dreierlinie souverän und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Zwischenzeitlich hatten sie ein 28-Punkte-Polster. Trotz eines ausgeglichenen dritten Viertels, in dem beide Mannschaften 15 Punkte erzielten, war der Vorsprung aus den ersten beiden Vierteln entscheidend für den Ausgang der Partie.

Die deutsche Mannschaft, die vor dem Turnier selbst Medaillenambitionen gehegt hatte, muss nun in den kommenden Spielen eine Leistungssteigerung zeigen, um ihre Chancen auf ein Weiterkommen zu wahren. Das nächste Spiel gegen Japan findet am Samstag statt.

Source: bild.de

Maximilian Weber ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.

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