Berlin: Deutsche Basketballerinnen starten bei Heim-WM ohne Starspielerin

Die deutschen Basketballerinnen stehen vor ihrer Heim-WM in Berlin mit einer noch nie dagewesenen öffentlichen Aufmerksamkeit. Das Team startet in das Turnier, das am Freitag beginnt, mit dem Ziel, eine Medaille zu gewinnen. Trotz der großen Erwartungen und der gestiegenen Popularität des Sports muss die Mannschaft auf eine ihrer Topspielerinnen verzichten.
Satou Sabally von den New York Liberty, einem Klub der WNBA, wird aufgrund einer Gehirnerschütterung nicht am Turnier teilnehmen können. Ihre jüngere Schwester, Nyara Sabally, die in Berlin geboren wurde und für Toronto Tempo spielt, äußerte sich zu dem Ausfall. Sie betonte, dass es sehr schade sei, dass Satou nicht mitspielen könne und das Timing ungünstig sei. Nyara Sabally ist nach einer Wadenverletzung rechtzeitig fit geworden und gehört zum Kader, auch wenn sie noch nicht wieder vollständig genesen ist.
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Große Erwartungen trotz Ausfall
Die Euphorie rund um das Team von Bundestrainer Olaf Lange ist groß. Ex-NBA-Star Detlef Schrempf ist extra aus seiner Wahlheimat Seattle angereist, um das Turnier zu verfolgen. Auch der Bundeskanzler hat sein Kommen angekündigt. Das Auftaktspiel in der Uber Arena gegen den Vize-Europameister Spanien ist mit 12.500 Fans ausverkauft. Friedrich Merz und Schrempf werden unter den Zuschauern sein, wobei Schrempf eine Woche lang in der deutschen Hauptstadt bleiben wird.
Schrempf, der einst für Dallas, Indiana, Seattle und Portland spielte, zeigte sich begeistert von der Entwicklung im deutschen Frauen-Basketball. Er stellte fest, dass die Spielerinnen immer besser werden. Er sieht eine Chance auf eine WM-Medaille, vorausgesetzt, die Mannschaft spielt gut und bleibt von Verletzungen verschont. Auch NBA-Ikone Dirk Nowitzki äußerte sich in der ZDF-Doku „Macherinnen“ und sagte, dass Deutschland die beste und tiefste Mannschaft habe, die der Frauen-Basketball je gesehen habe.


Herausforderungen in der Vorbereitung
Neben Satou Saballys Ausfall gab es weitere Herausforderungen in der Vorbereitung. Leonie Fiebich, ebenfalls von den New York Liberty, musste kürzlich wegen einer Fußverletzung sieben Wochen pausieren. Sie gehört jedoch zum zwölfköpfigen deutschen Aufgebot für die WM. Die Vorbereitung des Teams verlief daher nicht reibungslos.
Trotz der Verletzungssorgen sind weitere Spielerinnen aus der WNBA im Kader vertreten. Dazu gehören Luisa Geiselsöder und Frieda Bühner, die beide für Portland Fire spielen. Die Mannschaft, in der eine Lehrerin auf Topstars aus der US-Liga trifft, wurde ein Jahr lang von einer ZDF-Doku begleitet, die eine unerwartete Entwicklung des Teams zeigt. Das Auftaktspiel gegen Spanien beginnt am Freitag um 17.45 Uhr.
Source: spiegel.de