Hallescher FC fordert Schalke 04 in Verlängerung des DFB-Pokals

DFB-Pokal - Hallescher FC vs. Schalke 04 heute live im Ticker: Kastull schockt die Königsblauen - Liveticker

Spannung im DFB-Pokal: Hallescher FC gegen Schalke 04

Im DFB-Pokal-Duell zwischen dem Halleschen FC und Schalke 04 kam es zu einer unerwarteten Verlängerung, nachdem der Regionalligist den Bundesligisten in der regulären Spielzeit forderte. Die Partie, die eigentlich nur in eine Richtung zu gehen schien, endete nach 90 Minuten 2:2, was die sechste Verlängerung in dieser ersten Runde des Pokalwettbewerbs bedeutete. Der Hallesche FC zeigte dabei eine bemerkenswerte Effizienz, indem er aus wenigen Torchancen zwei Treffer erzielte.

Die Königsblauen, die als klarer Favorit in die Begegnung gingen, taten sich schwer, ihre Dominanz in Tore umzumünzen. Trotz einer Vielzahl von Angriffen und Eckbällen, darunter acht von Aouchiche geschlagene Ecken, gelang es Schalke 04 nicht, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Ein Freistoß aus dem rechten Mittelfeld führte zu einer dieser Ecken, bei der Schallenberg am ersten Pfosten knapp am Tor vorbeiköpfte.

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Die Ausgangslage vor dem Spiel war für Schalke 04 bereits mit einer gewissen Anspannung verbunden. Seit der Pokalsaison 2008/09 ist es Tradition, dass mindestens ein Bundesligist in der ersten Runde ausscheidet. Diese Serie von 18 Jahren ohne ein Weiterkommen aller Bundesligisten erhöhte den Druck auf die Gelsenkirchener, die als Aufsteiger in die neue Saison gestartet waren und einen Sieg als Pflicht ansahen.

Verlängerung bringt die Entscheidung

In der Verlängerung zeigte sich der Kräfteverschleiß beim Halleschen FC, während Schalke 04 physische Vorteile hatte. Die Einwechslung von Dzeko erwies sich als entscheidend für die Königsblauen. Er erzielte zunächst ein Elfmetertor und bereitete später einen Treffer für Sylla vor. Dzeko kam nach einer Stunde ins Spiel und wurde zum „Gamechanger“ für Schalke 04.

In der 98. Minute brachte Moussa Sylla die Schalker erneut in Führung. Nach einer Kombination über Adamu und El-Faouzi legte El-Faouzi den Ball an den Elfmeterpunkt, wo Dzeko für Sylla abprallen ließ. Sylla schoss den Ball aus etwa sieben Metern ins lange Eck, wobei Bendel im Tor des Halleschen FC den Ball noch berührte, dieser aber unter seiner Hand hindurchrutschte. Kurz darauf, in der 105.+1 Minute, erhöhte Schalke 04 auf 4:2. Nach einem langen Ball von Dzeko von links im Sechzehner, legte Sylla den Ball vor das Tor, wo Adamu aus vier Metern einköpfte und damit die Vorentscheidung herbeiführte.

Die Tore des Halleschen FC in der regulären Spielzeit waren das Ergebnis einer bemerkenswerten Effizienz. In der 90.+1 Minute erzielte N. Stierlin den Ausgleich zum 2:2. Nach einer Parade von Karius und einer anschließenden Ecke wurde der Ball am Elfmeterpunkt unglücklich auf den Fuß von Stierlin verlängert. Dieser ließ den Ball einmal aufticken und schoss dann per Dropkick. El-Faouzi fälschte den Ball noch ab, der dann links im Eck einschlug.

Die Rolle der Bundesligisten im Pokal

Die Serie, dass mindestens ein Bundesligist in der ersten Pokalrunde ausscheidet, sorgte im Vorfeld für Gesprächsstoff. Neben Schalke 04 mussten auch andere Bundesligisten wie Köln und Hamburg noch ihre Hürden nehmen. Der SC Verl spielte gegen Hamburg und die Würzburger Kickers traten gegen Köln an. Der BVB spielte später gegen HEBC Hamburg und der FC Bayern traf auf Osnabrück.

Die Verantwortlichen von Schalke 04 dürften angesichts der vergangenen Jahre und der finanziellen Situation ein Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal sofort unterschreiben. Das letzte Mal, dass die Königsblauen unter den besten acht Teams waren, war vor sieben Jahren, als sie gegen die Bayern ausschieden. Die Partie gegen den Halleschen FC zeigte, dass auch vermeintlich klare Favoriten im Pokal hart kämpfen müssen, um eine Runde weiterzukommen.

Die Verlängerungspause nach 105 Minuten gab den Spielern des Halleschen FC kurz Zeit, sich zu sammeln, doch die Kraftvorteile lagen eindeutig bei Schalke 04, wo noch kein allzu großer Verschleiß erkennbar war.

Source: eurosport.de

Maximilian Weber ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.

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