Wolfsburg zittert sich im DFB-Pokal gegen Altglienicke ins Elfmeterschießen

Pokaldrama in Berlin
Der VfL Wolfsburg hat sich in der ersten Runde des DFB-Pokals nur mit Mühe gegen den Regionalligisten VSG Altglienicke durchgesetzt. Das Spiel, das auf dem Platz von Hertha BSC II ausgetragen wurde, endete nach 90 Minuten 2:2 und nach Verlängerung 3:3. Die Entscheidung fiel schließlich im Elfmeterschießen, das der VfL Wolfsburg mit 9:8 für sich entschied.
Die Partie begann für die Niedersachsen denkbar schlecht. Bereits in der sechsten Minute erzielte Jonas Nietfeld das 1:0 für Altglienicke. Dies war das erste Gegentor für Wolfsburg in der laufenden Saison. Trotz des frühen Rückstands dominierte Wolfsburg die Partie, scheiterte jedoch immer wieder am Torhüter der VSG, Luis Zwick. Spieler wie Muhammed Damar, Alexander Bernhardsson, Joakim Maehle und Fabian Reese konnten ihre Chancen nicht nutzen.
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Turbulenter Spielverlauf
Nach der Pause gelang dem VfL Wolfsburg der Ausgleich. Der eingewechselte Maximilian Arnold traf in der 55. Minute aus etwa 30 Metern zum 1:1. Die Freude währte jedoch nicht lange, denn in der 71. Minute unterlief Wolfsburgs Torwart Jakub Zielinski ein Fehler im Aufbauspiel, den Jonas Saliger zum erneuten Führungstreffer für Altglienicke nutzte.
Erneut war es Maximilian Arnold, der in der 83. Minute mit einem Freistoß den 2:2-Ausgleich erzielte und seine Mannschaft vor dem vorzeitigen Aus bewahrte. Da Muhammed Damar in der Nachspielzeit eine Doppelchance vergab, ging das Spiel in die Verlängerung.
In der Verlängerung kam es zu weiteren dramatischen Szenen. In der 109. Minute brachte Mehmet Ibrahimi die VSG Altglienicke nach einem Fehler von Maximilian Arnold zum dritten Mal in Führung. Doch auch diesmal konnte Wolfsburg antworten: Hauke Wahl glich in der 117. Minute nach Vorarbeit von Fabian Reese zum 3:3 aus und rettete seine Mannschaft ins Elfmeterschießen.


Entscheidung im Elfmeterschießen
Das Elfmeterschießen entwickelte sich zu einem Nervenkrimi. Fabian Reese scheiterte als vorletzter Schütze des VfL Wolfsburg an Luis Zwick. Dies hätte die Entscheidung zugunsten von Altglienicke bedeuten können, doch Sven Sonnenberg vergab seinen Matchball. Auch Mehmet Ibrahimi konnte seinen Elfmeter nicht verwandeln.
Die Entscheidung lag schließlich bei Kilian Fischer, der seinen Elfmeter souverän verwandelte und damit den 9:8-Sieg für den VfL Wolfsburg sicherte. Die Auslosung für die zweite Runde des DFB-Pokals findet am 5. September um 18 Uhr statt.


Für John Brooks, den ehemaligen US-Nationalverteidiger, war es ein Wiedersehen mit seinem alten Arbeitgeber, da er von 2017 bis 2022 beim VfL Wolfsburg spielte. Auch für Fabian Reese war die Rückkehr nach Berlin, wo er zuvor für Hertha BSC spielte, ein besonderes Ereignis, bei dem er von den Altglienicke-Fans ausgepfiffen wurde.
Die Anzeigetafel im Stadion auf dem Wurfplatz, in Sichtweite des Olympiastadions, konnte während der Verlängerung keine Minuten über 90 anzeigen, was dazu führte, dass die Zuschauer die genaue Dauer der Verlängerung selbst errechnen mussten.
Source: bild.de