Zürich: Infantino weist WM-Kritik zurück und betont die verbindende Kraft des Fußballs

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die Kritik an der jüngsten Fußball-Weltmeisterschaft, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wurde, scharf zurückgewiesen. Er warf den Kritikern vor, „Hass und falsche Gerüchte“ zu verbreiten, und betonte die Rolle des Fußballs als Symbol für Einheit und Zusammenhalt. Infantino sprach auf Instagram von der „herausragendsten FIFA-Weltmeisterschaft“ und hob hervor, dass die Welt „Liebe, keinen Hass. Toleranz, keine Spaltung“ brauche.
Der 56-Jährige erklärte, während Kritiker sich im Hintergrund versteckten, habe die FIFA gemeinsam mit den Gastgeberländern das „größte Ereignis der Welt“ organisiert. Er betonte, dass die Weltmeisterschaft das „Beste der Menschheit“ gezeigt und Hoffnung sowie Zusammenhalt vermittelt habe. Infantino empfahl seinen Kritikern, „zu meditieren, zu beten oder ein Fußballspiel zu schauen“.
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Friedliche Atmosphäre und positive Aspekte
Infantino hob die aus seiner Sicht friedliche Atmosphäre während des Turniers hervor. Nach Angaben des Weltverbandes besuchten rund sieben Millionen Menschen aus mehr als 200 Ländern die Spiele in 16 Städten. Er erklärte, es habe „keine Zwischenfälle, keine Feindseligkeiten, keine Gewalt“ gegeben. Milliarden Menschen hätten die WM zudem weltweit verfolgt.
Der FIFA-Präsident warf den Kritikern vor, die positiven Seiten des Turniers bewusst auszublenden. Als Beispiel nannte er die problemlose Einreise der iranischen Nationalmannschaft in die USA trotz politischer Spannungen zwischen den beiden Ländern. Auch die Erteilung von Visa an Millionen Fans wurde als Erfolg gewertet. Fußball verbinde Menschen und sei „größer als Hass und Diskriminierung“, so Infantino.
Er erwähnte jedoch nicht die Kritik am Einreiseverbot für Schiedsrichter Omar Artan oder die Vorwürfe iranischer Spieler, in den USA ungerecht behandelt worden zu sein. Die Kommentarfunktion zu seinen Instagram-Beiträgen wurde vom FIFA-Präsidenten oder seinem Team deaktiviert.


Umgang mit Schiedsrichterentscheidungen und Kritik
Infantino ging auch auf die Kritik an umstrittenen Schiedsrichter- und Disziplinarentscheidungen ein. Er argumentierte, dass Fehler bei Gelben und Roten Karten oder spätere Korrekturen von Sperren auch in den größten Fußball-Ligen der Welt vorkämen und dort akzeptiert würden. Es sei daher „merkwürdig“, wenn gerade Vertreter solcher Länder die FIFA kritisierten.
Ein Hintergrund dieser Kritik war unter anderem die aufgehobene Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun. Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien und Herzegowina eine Rote Karte erhalten, die ihn eigentlich für das Achtelfinale gegen Belgien gesperrt hätte. Berichten zufolge soll der ehemalige US-Präsident Donald Trump Infantino gebeten haben, die Sperre zu überprüfen. Balogun durfte daraufhin im Achtelfinale spielen, was weltweit für Kritik sorgte.
Infantino betonte stets, dass die Disziplinarkommission unabhängig von Trumps Anruf entschieden habe, während Trump den Eindruck erweckte, persönlich interveniert zu haben. Der FIFA-Präsident wies diesen Vorwurf zurück und schrieb, dass „umstrittene“ Schiedsrichterentscheidungen oder „seltsame“ Disziplinarmaßnahmen in einigen der größten Ligen weltweit an der Tagesordnung seien und allgemein akzeptiert würden.
Weitere Kritikpunkte während der WM waren die teils hohen Ticketpreise und die Visa-Beschränkungen für Fans und Offizielle aus bestimmten Ländern. Infantino hob jedoch hervor, dass „Millionen“ von Menschen einreisen konnten, auch aus Ländern mit gesundheitlichen oder anderen Herausforderungen. Er zeigte sich „unglaublich stolz“ auf die Weltmeisterschaft, die das „Beste der Menschheit“ gezeigt und Hoffnung sowie Zusammenhalt vermittelt habe.


Infantinos Botschaft an die Kritiker
In seiner ausführlichen Stellungnahme auf Instagram, die er als 15-teilige Botschaft formulierte, rechnete Infantino mit jenen ab, die das Turnier „madig machen“ wollten. Er warf Medien und Beobachtern vor, „Hass“ und falsche Informationen zu verbreiten. Die Weltmeisterschaft habe „die Menschheit von ihrer besten Seite“ gezeigt und Milliarden auf der ganzen Welt begeistert. Wer dies nicht erkannt habe, sei „von Hass und Kritik so vereinnahmt“ gewesen, dass ihm die Freude am Spiel Fußball offenbar entgangen sei.
Infantino schrieb weiter: „An diejenigen, die hinter ihren Schreibutensilien und Bildschirmen sitzen und Hass sowie falsche Gerüchte verbreiten, möchte ich sagen: Während ihr dort sitzt, stehen wir an vorderster Front – wir organisieren, arbeiten hart und liefern die beste Show der Welt.“ Er betonte, dass die FIFA die Straßen Kanadas, Mexikos und der Vereinigten Staaten erkunde, mit Fans spreche, auf die Menschen zugehe und für die Sicherheit aller sorge. „Während ihr spaltet, vereinen wir. Die Menschen kamen als Familien, als Fans, als Einheit zusammen“, so Infantino.
Der FIFA-Präsident wiederholte seine Überzeugung, dass die Weltmeisterschaft ein Symbol für Einheit und Zusammenhalt sei und dass die Welt Liebe und Toleranz brauche. Er schloss seine Ausführungen mit der Feststellung, dass er „unglaublich stolz“ auf die Weltmeisterschaft sei, die das „Beste der Menschheit“ gezeigt und Hoffnung sowie Zusammenhalt vermittelt habe.


Die FIFA hatte während der WM wiederholt Kritik erhalten, unter anderem wegen des Einreiseverbots für den somalischen Schiedsrichter Omar Artan kurz vor Turnierbeginn.
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Source: radiohochstift.de