Jürgen Klopp wird Bundestrainer, Marc Kosicke erhält wichtige Rolle im DFB

Jürgen Klopp wurde offiziell als neuer Bundestrainer vorgestellt. Er unterschrieb beim Deutschen Fußball-Bund einen Vierjahresvertrag, der vom 15. August an bis zur WM 2030 läuft. Der DFB-Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung stimmten einstimmig für die Verpflichtung des 59-Jährigen als Chefcoach der Fußball-Nationalmannschaft, wie DFB-Präsident Bernd Neuendorf mitteilte. Auch die Ernennung von Per Mertesacker zum DFB-Geschäftsführer Sport als Nachfolger von Andreas Rettig, der zum Jahresende ausscheidet, wurde von den Gremien bestätigt.
Klopp äußerte sich motiviert zu seiner neuen Aufgabe: „Ich hab’ Bock.“ Er betonte, seine Aufgabe sei es, der Nationalmannschaft zu helfen und er werde „alles da reinlegen, was mir zur Verfügung steht“. Für ihn sei es eine große Ehre, Bundestrainer zu sein, da die Nationalmannschaft die Deutschen wie kaum etwas anderes verbinden könne. Er erwarte von den Spielern, dass sie die Berufung in den Nationalkader als etwas „ganz, ganz, ganz Besonderes“ ansehen.
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Klopps Team und die Rolle von Marc Kosicke
Jürgen Klopp wird seinen langjährigen Berater Marc Kosicke mit zum Deutschen Fußball-Bund nehmen. Kosicke wird die Position des „Co-Trainers für Strategie, Entwicklung und Innovation“ übernehmen. DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärte, dass Kosicke „jeden Zugang im Verband“ erhalten und eine „wichtige Schnittstelle in den Verband hinein“ sein werde. Diese Konstellation sei wohl auch auf die enorme Verzweiflung im Verband nach dem WM-Aus zurückzuführen.
Kosicke, der seit rund zwei Jahrzehnten eng mit Klopp zusammenarbeitet und selten öffentlich auftritt, wird als „externer Mitarbeiter“ unter anderem administrative und organisatorische Aufgaben für das gesamte Trainerteam übernehmen. Er ist ausschließlich an die Weisungen von Klopp gebunden und die DFB-Bosse sollen keinerlei Macht über ihn haben. Es wird erwartet, dass Kosicke seinen Posten als Geschäftsführer seiner Firma „projectFIVE“ aufgeben und keine weiteren Klienten mehr betreuen wird.
Neben Kosicke wurden auch die Co-Trainer Pepijn Lijnders, Peter Krawietz und Sven Bender bestätigt. Hans-Joachim Watzke, DFB-Vize, zeigte sich ebenfalls erfreut über die Verpflichtung Klopps und bezeichnete ihn als „wie geschaffen“ für diese Position.
Medienverständnis und Freigabe von Red Bull
Der neue Bundestrainer richtete eine deutliche Warnung an die Medien. Er sagte, er mache seine Arbeit nicht gegen die Journalisten, sondern für sie. Gleichzeitig betonte er: „Wenn ihr morgen sagt, der ist scheiße, bin ich weg.“ Er fügte hinzu, dass er auch keine Abfindung wolle, sollte es zu einem solchen Fall kommen. Klopp forderte von den Journalisten Sachlichkeit und den Einsatz des Verstandes, wies aber auch darauf hin, dass er Kritik und Niederlagen als Teil des Geschäfts kenne. Er äußerte sich auch kritisch über den Umgang der Medien mit seinen Vorgängern Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel.
Der DFB hat für die Freigabe von Jürgen Klopp von seinem vorherigen Arbeitgeber, dem Red-Bull-Konzern, eine Million Euro bezahlt. DFB-Präsident Bernd Neuendorf teilte mit, dass dieser Betrag an die Red-Bull-Stiftung Wings for Life gehen wird. Teil des Deals mit Red Bull ist zudem, bis ins Jahr 2030 drei Länderspiele in Leipzig auszutragen. Klopp war bis 2024 Trainer des FC Liverpool und zuletzt als Head of Global Soccer für Red Bull tätig, wo sein Vertrag bis 2029 lief.
Eine interessante Verbindung von Marc Kosicke besteht zum FC Bayern. Obwohl er gebürtiger Bremer und Werder-Fan ist, entwickelte er für den Rekordmeister den Claim „Mia san mia“. Dieser Slogan, der ursprünglich aus den 1980er-Jahren stammt, wurde 2008 im Auftrag von Uli Hoeneß von Kosicke zum offiziellen Slogan des Vereins gemacht.


Jürgen Klopp folgt auf Julian Nagelsmann, nachdem Deutschland bei der Weltmeisterschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausgeschieden war. Das ursprüngliche Ziel des DFB war es, um den Titel mitzuspielen.
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Source: sport1.de