Kimmich als „Quarterback“ im Klopp-Team und Völlers Warnung an Nationalspieler

Lothar Matthäus sieht Joshua Kimmich in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp in einer zentralen Rolle. Laut Matthäus könnte Kimmich als „Quarterback“ agieren, eine Position, die er bereits beim FC Bayern München und in der Nationalmannschaft innehatte. Matthäus betonte, dass Kimmich in der Zentrale benötigt werde, um seine Führungsqualitäten einzusetzen, die er über Jahre hinweg bewiesen habe.
Während der Weltmeisterschaft wurde Kimmich vom damaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann hauptsächlich als rechter Verteidiger eingesetzt. Dies führte laut Matthäus dazu, dass dem DFB-Team die Führung im Zentrum fehlte. Die DFB-Elf schied bei dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko im Sechzehntelfinale gegen Paraguay aus.
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Kimmichs Rolle und Völlers Erwartungen
DFB-Sportdirektor Rudi Völler äußerte sich ebenfalls zur Zukunft von Kimmich und der Nationalmannschaft. Er geht davon aus, dass Kimmich weiterhin Kapitän bleiben wird und seine Rolle im Mittelfeld einnehmen wird. Völler hob hervor, dass Kimmich in vielen Länderspielen bewiesen habe, ein „Fahnenträger“ und „toller Kapitän“ zu sein.
Völler vertrat Klopp auf einem Trainer-Kongress in Mainz, da Klopp selbst nicht teilnehmen konnte, um keine weiteren Schlagzeilen vor seinem ersten Spiel zu liefern. Klopp sei sich der „Wucht“ seines Amtes bewusst, das sich stark von der Arbeit in einem Vereinsverein unterscheide.
Nach dem WM-Aus gegen Paraguay skizzierte Völler erste Konturen der Nationalelf unter Klopp. Er erklärte, dass es nach einem so großen Turnier Spieler geben werde, die zurücktreten oder nicht mehr eingeladen werden. Der Großteil der Mannschaft, die im Sechzehntelfinale scheiterte, werde jedoch beim Neustart unter Klopp im September dabei sein.
Anforderungen an die Nationalspieler unter Klopp
Völler betonte, dass sich jeder der 57 Kandidaten auf Klopps Liste „über Leistung“ empfehlen müsse. Die Spieler müssten jederzeit damit rechnen, überprüft zu werden, ob sie noch zur Mannschaft gehören. Klopp werde jene Stars auswählen, die seinen „Heavy-Metal-Fußball“ spielen können, während andere nicht aufgestellt oder nominiert würden.
Mit Blick auf Spieler wie Kai Havertz, Florian Wirtz und Jamal Musiala sah Völler Weltklasse im Team. Auch Serge Gnabry werde sicherlich noch ein Thema sein. Ein zentraler Punkt sei die Verbesserung der Defensive: „Wir müssen besser verteidigen!“, forderte Völler. Es gehe um „Widerstandsfähigkeit“ und darum, keinen Millimeter nachzugeben, um schwerer zu schlagen zu sein.
Völler glaubt, dass Klopp die Massen wieder begeistern kann, da er die Fähigkeit besitze, Menschen mitzureißen, auch in schwierigen Situationen. Er riet Klopp, auf sein „Bauchgefühl“ zu hören. Die endgültige Entscheidung über den Kapitän liegt bei Klopp selbst, doch Völler geht davon aus, dass es keine große Veränderung geben wird.
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Source: sueddeutsche.de