München: Matthäus äußert sich zu Bayern, Musiala und Kimmichs Rolle

Lothar Matthäus hat sich zum Trainingslagerauftakt des FC Bayern München geäußert und dabei verschiedene Aspekte des Rekordmeisters beleuchtet. Er sieht den Verein international konkurrenzfähig und bewertet die Kaderplanung als richtig, da sowohl auf etablierte Stars als auch auf junge Talente gesetzt wird.
Matthäus hebt hervor, dass Spieler wie Lennart Karl als Aushängeschild für die Nachwuchsarbeit stehen und weitere junge Spieler unter Trainer Vincent Kompany überzeugen konnten. Auch Neuzugänge wie Nathaniel Brown und Ismael Saibari werden als Verstärkungen genannt, die ihre Qualitäten bereits bei ihren vorherigen Vereinen und während der Weltmeisterschaft unter Beweis gestellt haben. Brown wird dabei als einer der wenigen deutschen Nationalspieler hervorgehoben, der mit seiner Leistung bei der WM zufrieden sein konnte.
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Der Experte geht davon aus, dass keiner der Schlüsselspieler den Verein im Sommer verlassen wird. Er zeigte sich bereits vor Wochen überzeugt, dass Michael Olise beim FC Bayern bleibt und es keine Anzeichen für einen Abgang gab, es sei denn, es würde ein außergewöhnliches Angebot geben. Die Münchner können demnach unter Kompany erfolgreich weiterarbeiten, da Vertrauen besteht und neue Optionen auf höchstem Niveau hinzugekommen sind. Matthäus sieht die Bayern in der kommenden Saison im internationalen Wettbewerb, insbesondere in der Champions League, wieder vorne dabei und als klaren Favoriten im nationalen Wettbewerb.
Musialas Comeback und die Konkurrenz
Ein zentrales Thema ist die Situation um Jamal Musiala. Nach einer schweren Fußverletzung, die er sich vor über einem Jahr im Viertelfinale der Klub-Weltmeisterschaft gegen Paris Saint-Germain zugezogen hatte, und einer weiteren Operation nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, muss Musiala diese Verletzung endgültig hinter sich lassen. Matthäus betont, dass es nun keine Ausreden mehr gibt, da die Konkurrenz im Kader groß ist und Musiala sonst viele Spiele von der Bank aus verfolgen könnte.
Serge Gnabry und Harry Kane haben gezeigt, dass sie gut harmonieren, und auch Olise sowie Karl können auf der Zehnerposition spielen. Kompany wird die richtige Mischung finden müssen. Musiala zeigte zum Saisonende beim FC Bayern und auch bei der WM gute Ansätze, muss aber nun konstant seine Leistung abrufen.
Musiala war beim offiziellen Trainingsstart des FC Bayern nicht auf dem Platz. Der 23-Jährige unterzog sich nach dem WM-Aus einer Operation am Fuß und kann derzeit nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Sein Comeback-Zeitplan sieht vor, dass er ab dem 31. Juli wieder individuell trainieren soll. Die Entscheidung für die frühzeitige Entfernung der Metallplatte im Fuß wurde in Absprache mit Trainer Kompany getroffen, um eine mögliche Zwangspause in der Winterpause zu vermeiden. Musiala bleibt während der Trainingslager am Tegernsee und der Asienreise in München, um sein individuelles Reha-Programm an der Säbener Straße zu absolvieren. Erst nach der Rückkehr der Mannschaft am 8. August soll er schrittweise wieder ins Mannschaftstraining integriert werden.
Als erstes großes Ziel für Musialas Rückkehr gilt der DFL-Supercup am 22. August gegen Borussia Dortmund. Eine Woche später, am 29. August, steht der Bundesliga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart auf dem Programm. Neben Musiala fehlen auch Alphonso Davies, der sich bei der WM eine Oberschenkelverletzung zuzog, und Neuzugang Ismael Saibari, der sich im WM-Achtelfinale gegen Kanada am Oberschenkel verletzte, in der Vorbereitung.
Kimmichs Rolle und Dortmunds Transferpläne
Matthäus äußert sich auch zur Rolle von Joshua Kimmich in der deutschen Nationalmannschaft. Er lobt Kimmichs Einstellung und ist ein Fan des Spielers. Obwohl Kimmichs Turniere mit der Nationalmannschaft nicht nach seinen Vorstellungen verliefen, sieht Matthäus keinen Grund, seine Kapitänsrolle zu ändern. Er ist überzeugt, dass Nationaltrainer Jürgen Klopp Kimmich in der Zentrale einsetzen wird, da dort Führungsspieler benötigt werden. Kimmich hat diese Führungsqualitäten über Jahre beim FC Bayern gezeigt und war dort der „Quarterback“. Matthäus vermisste diese Führung während der Weltmeisterschaft, als Kimmich nicht im Zentrum spielte.
Im Hinblick auf Transferaktivitäten der Konkurrenz hat Borussia Dortmund Said El Mala ins Visier genommen, der derzeit beim 1. FC Köln spielt. Die Kölner fordern eine Ablösesumme von bis zu 50 Millionen Euro. Matthäus hält eine Ablöse im Bereich von 40 Millionen Euro für eine Basis für Gespräche. El Mala soll an einem Wechsel nach Dortmund interessiert sein, um in der Champions League zu spielen und sich für den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp zu empfehlen. Er hat mit seinen Leistungen in Köln gezeigt, dass er bereit für den nächsten Schritt ist.


Rudi Völler, Sportdirektor des DFB, erwartet unter Klopp keine großen Veränderungen auf der Kapitäns position.
Matthäus sieht die Bayern in der kommenden Saison im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig und als klaren Favoriten im nationalen Wettbewerb.


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Source: sport.sky.de