Cincinnati: Zverev erreicht Achtelfinale nach hartem Match

Zverevs Weg ins Achtelfinale
Alexander Zverev hat sich beim ATP Masters in Cincinnati nach einem anspruchsvollen Match gegen den Franzosen Terence Atmane für das Achtelfinale qualifiziert. Der Hamburger, der als Nummer eins der Setzliste in das Turnier startete, setzte sich in einem Tennis-Thriller durch. Zverev, die Nummer drei der Weltrangliste, benötigte rund 2:10 Stunden, um Atmane zu besiegen.
Das Match endete mit einem 7:6 (7:4) und 7:6 (8:6) für Zverev. Es war der zweite Sieg des Deutschen im zweiten Aufeinandertreffen mit Atmane, der auf Rang 45 des ATP-Rankings geführt wird. Bereits im April hatte Zverev beim Masters von Madrid gegen denselben Gegner mit 6:3 und 7:6 (7:2) gewonnen.
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Zverev äußerte sich nach dem Spiel zufrieden über seine Leistung: „Das war eine Steigerung gegenüber meines ersten Spiels. Ich bin froh, dass ich in zwei Sätzen weitergekommen bin. Er hat es einem schwer gemacht, selbst aggressiv zu spielen.“
Herausforderungen und bemerkenswerte Szenen
Der Start in das Match war für Zverev nicht einfach. Atmane, der als Außenseiter galt, zog im ersten Satz schnell auf 3:0 davon und konnte Zverevs erstes Aufschlagspiel direkt abnehmen. Der 29-jährige Zverev zeigte jedoch gute Nerven und bewahrte die Ruhe, um umgehend zurückzuschlagen. Im Tiebreak des ersten Satzes behielt der als Decider-Spezialist bekannte Zverev die Oberhand.
Im zweiten Durchgang zeigten beide Spieler eine souveräne Leistung bei ihren Aufschlagspielen. Zverev musste zu Beginn lediglich einen Breakball abwehren. Vier weitere Aufschlagspiele wurden zu Null gewonnen, sechs zu 15. Die Statistik des Matches unterstreicht die Ausgeglichenheit: Zverev gewann insgesamt 79 Punkte, nur sechs mehr als Atmane.
Ein ungewöhnlicher Moment ereignete sich im ersten Satz, als Zverev seinen Gegner aus kurzer Distanz mit dem Ball traf. Der Hamburger bat sofort um Entschuldigung und wiederholte diese Geste nach Spielende. Atmane reagierte direkt nach dem Treffer gelassen und lächelte, bevor er weiterspielte.
Zverev hatte bereits in der vorherigen Runde gegen den Briten Cameron Norrie einen Fehlstart erlebt, wo er den ersten Satz verlor, aber das Match noch mit 3:6, 6:3, 6:3 für sich entscheiden konnte. Beim vorangegangenen Masters-1000-Turnier in Montreal war Zverev in der zweiten Runde ausgeschieden.
Bedeutung des Sieges und Ausblick
Für Zverev war dieser Sieg der 46. in der laufenden Saison und der 20. bei einem Masters-Turnier. Dies ist bereits das vierte Jahr, in dem Zverev diese Marke bei 1000er-Turnieren erreicht. Eine solche Leistung gelang zuvor nur Tennis-Legenden wie Roger Federer, Novak Djokovic, Rafael Nadal und Andy Murray.
Während Atmane, der im Vorjahr das Halbfinale in Cincinnati erreichte, seinen Traum von einem weiteren Erfolg begraben musste, trifft Zverev im Achtelfinale auf den Amerikaner Tommy Paul. Paul hatte sich zuvor gegen Adolfo Vallejo aus Paraguay mit 3:6, 6:3 und 6:4 durchgesetzt. Das Match zwischen Paul und Vallejo fand am Montagabend Ortszeit statt.
Cincinnati gilt als wichtige Generalprobe vor dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres, das ab dem 30. August in New York beginnt. Die Bedingungen in Cincinnati waren von schwülheißem Wetter geprägt, was die Matches zusätzlich erschwerte. Zverev äußerte sich dazu: „Ich mag Hitze, aber hier bin ich echt froh, dass ich abends spiele. Das ist nochmal ein ganz anderes Level als die Hitze sonst, gerade von der Luftfeuchtigkeit her.“
Der Olympiasieger von 2021 verwandelte nach 2:09 Stunden seinen dritten Matchball.
Source: sport.de